an den pflock des augenblicks gebunden
– in kleinen bewußtlosen ewigkeiten –
luftschlösser bauen

Ein Projekt im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum Bremen
von Fita Chagas und Kornelia Hoffmann, 2012 - 2016


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WarteStelle #06
EDITH PUNDT / XXX

… jeder weiß, es könnte alles anders sein.


am 07.07.2016
ab 18.30 Uhr
an der WarteStelle
auf dem Parkplatz Güterbahnhof
Am Handelsmuseum 9
in 28195 Bremen


Rose Pfister spricht
und vis-a-vis gibt es Getränke.

 

WarteStelle #05
ISOLDE LOOCK / FOR LOVERS ONLY

am 09.08.2016
ab 18.30 Uhr
an der WarteStelle
auf dem Parkplatz Güterbahnhof
Am Handelsmuseum 9
in 28195 Bremen


Carla Habel spricht
und vis-a-vis (an der langen Treppe) gibt es Getränke.

 

 

 

Goldgut am Güterbahnhof!
Rundherum geschützt von goldener Folie glitzert die „WarteStelle“ jetzt als hermetisch geschlossener Kubus und ist damit ihrer ursprünglichen Funktion enthoben. Wie ein verirrter Schatz, der unabsichtlich die Umgebung und Bewegung spiegelt. Unter der Regie von Isolde Loock verwandelt sich die WarteStelle in ein Scheinobjekt der Begierde und des Begehrens. Geld und Gold gilt von jeher als Triebfeder menschlicher Sehnsucht. In der Traumsymbolik verkörpert Gold als "Schatz" das wahre Gefühl …


WarteStelle #04
Betty Kolodzy liest …

am 03.07.2016
um 15.00 Uhr
an der WarteStelle
auf dem Parkplatz Güterbahnhof
Am Handelsmuseum 9
in 28195 Bremen

Betty Kolodzy liest am 3. Juli um 15 Uhr an der „WarteStelle“ ein Minifragment aus ihrem unveröffentlichten Roman*, an dem sie 2015 im Rahmen eines Stipendiums des Bremer Literaturkontors in den Künstlerhäusern Worpswede schrieb. Zwischen den beiden Polen — der WarteStelle mit ihrer Nähe zu den Künstlerateliers am Güterbahnhof und den Martin-Kausche-Ateliers in Worpswede — rollt der Moorexpress …

*Bremer Buchpremiere im September 2016
www.bettykolodzy.de

 

WarteStelle #03
Ian Whittlesea

Ery Nzaramba demonstrating twelve finger exercise from egyptian postures, 2015

Im Rahmen der Ausstellung IM INNEREN DER STADT.
Künstlerpublikationen im öffentlichen Raum.

Ery Nzaramba demonstrating twelve Finger Exercises from the Egyptian Postures

The Finger Exercises are part of the Egyptian Postures, the most advanced Mazdaznan exercises described by Dr. Otoman Zar-Adusht Ha'nish and taught to the first generation of Bauhaus students by Johannes Itten. The Finger Exercises are always illustrated in Mazdaznan publications unaccompanied by any explanatory text or instructions. Ha'nish claimed that the exercises he taught descended directly from the Pharaohs, and that they stirred the blood and rechanneled internal energy in ways that contributed to the perpetual evolution of humanity. The exercises were also said to result in auto-illumination, the participants body generating light from within that would be visible to any onlooker.

The series of photographs that make up Ery Nzaramba demonstrating twelve Finger Exercises from the Egyptian Postures have been shown in several contexts, often as posters flyposted in the public realm. Like Ha'nish's original illustrations they appear unmediated, with no accompanying explanation or attempt to contextualise them.

Zentrum für Künstlerpublikationen | Weserburg
www.weserburg.de

19. Juli bis 11. Oktober 2015

 

WarteStelle #Extra 2015
„Kunst & Schreiben mit Studierenden“


Anke Fischer (Bremer Autorin) besucht mit ihren Studierenden die Wartestelle und lauschten den vorbeifahrenden Zügen. In den kurzen Pausen lasen die Studierenden ihre Texte.

 

WarteStelle #02
Yvonne Bialek & Jeferson Brito Andrade
THE READER IS PRESENT

 

the reader


ab 17. September 2014
Parkplatz Güterbahnhof
Beim Handelsmuseum 9, 28195 Bremen

WARTE/STELLE: THE READER IS PRESENT

The Reader is Present ist ein mehrteiliges Projekt, das für die WarteStelle entwickelt wurde. Es wurde in mehreren Etappen mit verschiedenen Protagonisten des Güterbahnhofgeländes an der WarteStelle durchgeführt. Ab dem 17. September 2014 ist das Resultat in der Warte/Stelle zusehen. Alle sind herzlich willkommen, zu kommen, zu schauen, zu lesen und einen Teil der Arbeit mitzunehmen.

Der englische Titel benennt zwei Komponenten, um die herum sich das Projekt entfaltet: das Lesen und die Zeit. Das englische Wort „reader“ kann „Leser*in“ bedeuten, aber auch „Lesebuch“. „Present“ meint ein aufmerksames Anwesend sein im Sinne von gegenwärtig und bewusst. Es ist die Erfahrung des Augenblicks und der verstreichenden Zeit gleichermaßen, die in der bewussten Empfindung erlebbar werden.

In der WarteStelle am Güterbahnhof wird das Zeiterlebnis thematisieren. Wie kann man dies übersetzen, sicht- und erfahrbar machen? The Reader is present unternimmt den Versuch in einer mehrteiligen Anordnung: Ausgangspunkt ist das Buch „Duft der Zeit“ von Byung-Chul Han. Hierin widmet sich der Philosoph der „heutigen Zeitkrise (…), der Hyperaktivität des Alltags in der ‚vita activa‘“. Dieser steht die „vita contemplativa“ gegenüber, eine Lebensart, die das Verweilen und die Kontemplation fordert und fördert. Die Lebensart der „vita contemplativa“ strukturiert unsere dyschrone Zeitempfindung und setzt der „temporalen Leere“ bewusst erlebte Zeit entgegen. Sie gibt dem Leben eine Struktur und Gravitation zurück.

Das Buch „Duft der Zeit“ wurde in der WarteStelle von wechselnden Leser*innen – allesamt Akteure des Güterbahnhofgeländes – gelesen und das Lesen dabei aufgezeichnet. Die WarteStelle ist als Installation im Aussenraum den Geräuschen des Güterbahnhofs ausgesetzt. Besonders die vorbeifahrende Züge übertönen von Zeit zu Zeit jedes Wort. Ebenso wie sie alle Besucher zum Warten am Übergang zwingen. Dieser Kontext der WarteStelle wird in die Leseaktion mit eingebunden. Gelesenes, Zitat, Leerstellen durch ein geräuschvolles Außen, all dies manifestiert sich erneut im Textbild, das das Prozessuale des Projekts symbolisiert und für neue Leser*innen an Ort und Stelle erfahrbar macht.

 

WarteStelle #01
Patricia Lambertus / friendly_takeover


Samstag, 25. Januar 2014, 15.00 Uhr
Parkplatz Güterbahnhof
Beim Handelsmuseum 9, 28195 Bremen

 

friendly_takeover

 

 

WarteStelle #00

Freitag, 26. Oktober 2012, 13 Uhr
Parkplatz Güterbahnhof
Beim Handelsmuseum 9, 28195 Bremen

look video

eroeffnung

wartestelle

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Die „WarteStelle“ ist eine temporäre Installation im Außenraum der in Bremen ansässigen Künstler Fita Chagas und Kornelia Hoffmann. Ab Freitag, den 26. Oktober 2012, wird sie auf dem Parkplatz des Güterbahnhofs in Bremen stehen.

Das schlichte Holzobjekt ähnelt den bekannten Haltestellen-Häuschen für Bus und Bahn. Passant/innen sind eingeladen, die „WarteStelle“ zu benutzen. Wie ihr Vorbild bietet auch sie eine Sitzgelegenheit und Schutz. In ihrer Funktion jedoch unterscheidet sie sich deutlich: Dem Warten hier wird keine Ereignis folgen. Vielmehr thematisieren Fita Chagas und Kornelia Hoffmann mit ihrer Gemeinschaftsarbeit das Warten selbst als einen unscheinbaren, doch immanenten Aspekt des menschlichen Daseins.

In der „WarteStelle“ wird die Aufmerksamkeit auf das Alltagsphänomen des Wartens gelenkt. Sie schafft einen Ort der Bewusstmachung, an dem diese sonst beiläufige Erfahrung, die einen wichtigen Teil unserer Lebenswirklichkeit ausmacht, als Tätigkeit sicht- und erfahrbar wird. „An den Pflock des Augenblicks gebunden – in kleinen bewusstlosen Ewigkeiten – Luftschlösser bauen…", lautete die Inschrift einer Tafel, die an der „WarteStelle“ angebracht ist. Sie unterstreicht die Absicht der Künstler, einen Raum zu eröffnen, der zum aktiven Warten einlädt und damit einen Reflexionsort schafft. Entstanden ist somit ein Rahmen für das Verweilen, der im schnelllebigen Alltag die Zeit aus den Angeln hebt und einen Ort zur Kontemplation bietet.

Durch ihre Positionierung am Güterbahnhof wird die „WarteStelle“ für unterschiedliche Benutzergruppen erlebbar: einerseits ist der Güterbahnhof ein Ort vitaler künstlerischer Produktion in Bremen, der ein kunstinteressiertes Publikum anzieht. Der Parkplatz des Areals wird jedoch auch von kunstfernen Gruppen genutzt. An diesem Nicht-Ort des öffentlichen Raums dringt das Kunstobjekt „WarteStelle“ subtil in den Alltag ein, konfrontiert mit seiner Präsenz und fordert zur Teilnahme auf. Sie ist für alle offen zugänglich, die Nutzung steht jeder Wartenden und jedem Wartenden frei. Erfahrungen, Eindrücke, Idee und Gedanken können an Chagas und Hoffmann weitergegeben werden, die die Entwicklung der „WarteStelle“ auf der Internetseite www.wartestelle.info dokumentieren.

Es ist geplant, die „WarteStelle“ ca. vier Jahre am Standort zu belassen und in dieser Zeit verschiedene Veranstaltungen rund um die „WarteStelle“ durchzuführen. Aktuelle Informationen werden auf www.wartestelle.info bekannt gegeben.




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info@wartestelle.info
www.chagas.eu
www.korneliahoffmann.de